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Einblicke in die Sportart – Bogenschießen

„Es gibt drei Dinge, die unwiederbringlich sind. Ein Pfeil, der den bogen verlassen hat, das gesprochene Wort und die verpasste Gelegenheit.“ (Arabisches Sprichwort)

Historie

Das Bogenschießen gehört zu den ältesten Jagdmethoden der Menschheit. Auch kamen Pfeil und Bogen lange Zeit in kriegerischen Auseinandersetzungen und bei der Landesverteidigung zum Einsatz. Der erste bezeugte sportliche Wettkampf fand 1583 im britischen Finsbury statt. Nach der Erfindung von Feuerwaffen geriet das Bogenschießen lange Zeit in Vergessenheit – wurde dann aber im 18. Jahrhundert von der britischen Oberschicht als elitäre Sportart wiederentdeckt. 1844 wurde in York das erste Meeting der „Grand National Archery Society“ abgehalten. In den Jahren darauf wurden die Regeln standardisiert und unter anderem die Abstände von 60, 80 und 100m festgelegt.

Berliner Olympiabilanz

02_silber  Cornelia Pfohl (1996)
bronze  Cornelia Pfohl (2000)

Olympische Disziplinen

  • Einzel
  • Mannschaft

Berliner Rio-Kandidaten

Elena-RichterEric-SkoeriesLisa-UnruhKarina-Winkler

 

 

 

Hätten sie es gewusst?

Bogenschießen gehört seit den Spielen 1972 in München durchgängig zum olympischen Programm. Zuvor war die Präzisionssportart bereits 1900 in Paris, 1904 in St. Louis, 1908 in London und 1920 in Antwerpen olympisch. 1900 in Paris fanden Wettbewerbe im Scheiben- und im Mastschießen statt. Bei Letzterem zielten die Schützen zum Teil auf lebendige Tiere. Überragende Nationen waren Frankreich und Belgien. Frauen durften erstmals 1904 an den olympischen Wettbewerben teilnehmen. Seit 1972 tragen Männer und Frauen bei den Sommerspielen jeweils einen Einzel-Wettbewerb aus. Die Mannschaftsentscheidungen stehen erst seit Seoul 1988 auf dem Programm
Bestes Team: Die Damenmannschaft Südkoreas. Seit 1988 gibt es bei den Olympischen Spielen den Teamwettbewerb, der bislang ausschließlich von Südkorea gewonnen wurde. Bei den Männern dagegen gewann Südkorea „nur“ vier von sieben Wettkämpfen.